"Herausforderungen der ambulanten Notfallversorgung gemeinsam lösen"

 

Hessischer Ärztekammerpräsident fordert verbesserte Patienteninformationen über Versorgung in Notfällen

"Niedergelassene Ärzte und Klinikärzte können die Herausforderungen der ambulanten Notfallversorgung nur gemeinsam und durch sinnvolle Angebote für die Patienten lösen": Mit diesem Appell kommentiert Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen, die aktuelle Diskussion zur Notfallversorgung in Hessen. Dass die Notfallaufnahmen sowohl vieler Krankenhäuser als auch vieler ärztlicher Bereitschaftsdienstzentralen überlastet sind, sei bekannt. Um ärztlichen Rat zu erhalten, suchten sich Patienten in ihrem subjektiven Leidensdruck meist den kürzesten und bequemsten Weg.

"Verbesserte Patienteninformationen über Versorgung und Versorgungsstrukturen in sprechstundenfreien Zeiten und an Wochenenden sowohl in den Notfallaufnahmen der Krankenhäuser als auch in den Bereitschaftsdiensten der Vertragsärzte können zu einer Entflechtung der angespannten Lage beitragen", erklärt der Ärztekammerpräsident. Menschen mit einem akuten Gesundheitsproblem dürften nicht von einer Stelle zur nächsten geschickt werden. Wenn sich ein Patient in einer Notfallsituation an die Notaufnahme eines Krankenhauses oder an eine ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale wende, müsse ihm dort zielgerichtet geholfen werden.

"Nur durch eine konstruktive Zusammenarbeit über die Sektorengrenzen hinaus wird man die Probleme für die Zukunft nachhaltig in den Griff bekommen", unterstreicht von Knoblauch zu Hatzbach. Voraussetzung für eine gute Notfallversorgung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich sei eine angemessene Finanzierung.