Arzneimittel und Medizinprodukte

Wichtiger Hinweis für Ärztinnen und Ärzte: Umstellung konischer Kegelverbindungen von Medizinprodukten

Die Hessische Landesregierung weist auf die Umstellung konischer Kegelverbindungen von bestimmten Medizinprodukten und bestimmten medizinischen Geräten hin.

Wie das Hessische Sozialministerium informiert, wird das derzeit universell gängige Verbindungssystem zwischen Spritzen, Kanülen, Kathetern, Infusionsschläuchen, Mehrwegehähnen, Spinalnadeln etc. – bekannt als Luer-Verbindung – umgestellt. Die Medizinproduktehersteller werden in den kommenden Monaten neue Verbindungstypen auf den internationalen wie auch auf den deutschen Markt bringen. Vorgesehen sind spezifische Anschlüsse jeweils für respiratorische Systeme, enterale Ernährung, plethysmographische Blutdruckmessung und neuroaxiale Anwendungen. Die bisherigen Luer-Verbindungen sollen künftig nur noch transdermalen und intravaskulären Anwendungen vorbehalten sein.

"Aus der UAW-Datenbank": Akzidentelle Überdosierung von Colchicin mit Todesfolge

Ein aktuell gemeldeter Fall, weitere Berichte aus der Literatur und Informationen der Giftinformationszentralen zeigen, dass trotz bestehender Warnhinweise in den Fach- und Gebrauchsinformationen weiterhin akzidentelle Überdosierungen von Colchicin mit schwerwiegenden Folgen vorkommen.

Publikation des Paul-Ehrlich-Instituts: Verdachtsfälle unerwünschter Reaktionen nach Checkpoint-Inhibitoren aus Deutschland

Die derzeit in der EU zugelassenen Checkpoint-Inhibitoren Ipilimumab (Yervoy®), Nivolumab (Opdivo®) und Pembrolizumab (Keytruda®) werden in bestimmten klinischen Situationen eingesetzt zur Behandlung maligner Erkrankungen wie dem Melanom, dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, dem Nierenzellkarzinom und dem Hodgkin-Lymphom. Checkpoint-Inhibitoren verstärken die körpereigene Abwehr von Tumorzellen, indem sie über verschiedene Wege verhindern, dass die Immunabwehr durch bestimmte Tumorzellen "abgeschaltet" wird.